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Außendämmung von Wänden

zuletzt am: Di, 02 Aug 2016 14:52:15 | von: now | Kategorie(n): Außendämmung, Behaglichkeit, Hausmodernisierung, Wärmedämmung

Mit einer Außendämmung von Gebäudewänden ist eine Erhöhung der inneren Wand-Oberflächentemperatur und eine Einsparung an Energie verbunden. Außerdem wird das Risiko von Bauschäden, wie Tauwasserbildung und Wohnraumschimmel gemindert.

Schema Außendämmung
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Man verfolgt also eine ähnliche Absicht, wie mit der Nutzung einer dicken, winddichten Winterjacke. Sobald es kalt draußen ist, holen wir die Jacke aus dem Schrank und schlüpfen hinein: In eine Hülle, die Körperwärme nicht nach außen lässt.Ebenso können Häuser eine wärmedämmende Hülle erhalten. Die hierfür verwendeten Materialien ähneln den Materialien der Winterjacke: Benutzt wird ein die Wärme schlecht leitendes Material, welches vorwiegend aus „Luft“ besteht. Bei der Jacke sind es Daunen oder verschiedene Kunstfasern. Für die Außen-Dämmung werden Schaumpolystyrol, Mineralwolle oder verschiedene Naturfasern verwendet. Die durch Daunen, Wolle, oder andere Stützgerüste eingeschlossen Luft wird in beiden Anwendungen von einer möglichst winddichten Hülle gehalten. Sowohl die Winterjacke als auch die Dämmung muss Wasserdampf ohne nennenswerten Widerstand nach außen ableiten. Niemand kommt auf die Idee, die wärmende Jacke nicht anzuziehen. Bei einer Wärmedämmung von Außenwänden sind die Meinungen merkwürdigerweise geteilt. Es wird feucht, es schimmelt, die Brandgefahr steigt usw. usf..

Steigerung der Oberflächentemperatur durch Außendämmung
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Einige Argumente gegen eine Außendämmung widerlegen sich mit wenig bauphysikalischem Wissen und gesundem Menschenverstand von selbst. Für andere, nachvollziehbare Argumente gibt es Alternativen, wie z.B. bei den eingesetzten Dämmstoffen. Niemand verlangt den Einsatz von Schaumpolystyrol als Dämmstoff. Alternativen, wie Holzfaserdämmplatten, sind ebenso wirksam. Eine funktionierende, bauschadensfreie Dämmung der Außenwände von außen ist also möglich, wenn ein geeignetes Dämm-System verwendet wird. Dazu sind Kenntnisse über die vorhandenen Wandaufbauten und ihrer Eigenschaften notwendig. Bei der Ausführung ist handwerkliches Geschick ebenso, wie baufachliches Spezialwissen erforderlich. Die uneingeschränkte Einhaltung der Verarbeitungsvorschriften des Systemherstellers ist für die langjährige, schadensfreie Nutzung entscheidend. AS-Ökohaus verarbeitet für die Außendämmung ausschließlich Holzfaserdämmplatten (Anfrage).

Dämmsysteme für Außenwände

Die Dämmung der Außenwände von außen kann je nach vorhandenem Wandaufbau als
  • Wärme-Dämm-Verbund-System (WDVS),
  • Wärmedämmung mit hinterlüfteter Fassade,
  • Kerndämmung (Hohlwandmauerwerk) oder
  • Dämmputz ausgeführt werden.

Die zusätzlich Wärmedämmung der Außenwände hat zahlreiche Vorteile:

  • Wertsteigerung der Immobilie durch zeitgemäße Dämmung
  • Wertsteigerung durch Minderung der Energiekosten (Energieausweis!)
  • Verbesserung des Bautenschutzes durch Verringerung der Beanspruchung durch Schlagregen (Fachwerk, Klinker, absandende Putze)
  • Verbesserung der Vermietbarkeit (Energieausweis, Heizkostenabrechnung)
  • Verbesserung der Behaglichkeit für den Bewohner durch Erhöhung der Oberflächentemperaturen im Winter und Verringerung der Raumtemperaturen im Sommer (bei richtiger Belüftung!)

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