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Wärmedämmputz

zuletzt am: Do, 21 Jul 2016 10:06:54 | von: now | Kategorie(n): Außendämmung

Mit einem Wärmedämmputz wird versucht, die Funktion des Putzes (Herstellung der Luftdichtheit der Außenwand und Feuchteschutz) mit einer verbesserten Wärmedämmung zu verbinden.

Wärmedämmputz am unteren Teil des Gebäudes zur Egalisierung zerklüfteten Mauerwerkes
[glossary_exclude]Wärmedämmputz am unteren Teil des Gebäudes zur Egalisierung zerklüfteten Mauerwerkes[/glossary_exclude]
Wärmedämmputz besteht im Allgemeinen aus einem Kalk-Sand bzw. Kalk-Sand-Zement-Gemisch unter Beifügung einer mehr oder weniger großen Menge von wärmedämmenden Zuschlagstoffen bzw. Porenbildnern. Als Zuschlagstoffe werden z.B. Polystyrol -Granulat oder Perlite-Kügelchen (geblähtes Gestein) eingesetzt. Wärmedämmputz kann sowohl außen als auch innen eingesetzt werden.

Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 0,06 und 0,1 W/mK und ist damit deutlich größer als die des reinen Dämmstoffes. Um die gleiche wärmedämmende Wirkung wie die eines Wärmedämm-Verbundsystem zu erzielen, muss daher etwa mit der doppelten Dicke Putz gerechnet werden.

Anwendungsfälle für Wärmedämmputz

Da Wärmedämmputz maximal 10 cm und in einem Arbeitsgang nicht stärker als 5 bis 6 cm aufgetragen werden kann, sollte sich der Einsatz von Wärmdämmputz auf folgende Anwendungsfälle beschränken:

  • Stark zerklüftetes Mauerwerk soll geebnet werden
  • Wände die nicht mehr ganz senkrecht stehen, können durch unterschiedlich starken Putzauftrag wieder in die Senkrechte gebracht werden
  • Aus bestimmten denkmalpflegerischen Gründen kommt nur ein mineralischer Putzauftrag in Frage
  • Zur Verfüllung von breiteren Schlitzen

Das Preis-Leistungsverhältnis von Wärmedämmputz ist bezogen auf die erreichte Kosteneinsparung an Heizenergie schlecht. Wärmedämmputz neigt gelegentlich zur Rissbildung infolge von Frost-Tau-Wechseln bzw. hoher thermischer Beanspruchung im Sommer.

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